Weitere Informationen zu Rasenmäher

Der Rasenmäher ist das wohl wichtigste Gartengerät, wenn man seine eigene Grünfläche besitzt und somit den Rasen auch regelmäßig mähen möchte. Mittlerweile ist die Auswahl an Modellen in den unterschiedlichsten Preiskategorien sehr groß.

Die Technik:
Bei einem Mäher unterscheiden sich die verschiedenen Modelle davon, welche Art von Schneidwerkzeug diese besitzen und wie diese angeordnet sind. Generell lassen sich diese Geräte in Sichelmäher, Balkenmäher und Spindelmäher (Kreiselmäher) unterteilen. Ein Sichelmäher hat einen ungenaueren Schnitt, weist dafür aber eine große Flächenleistung auf. Ein Spindelmäher hingegen ist in der Lage das Gras sehr exakt zu schneiden, hat im Gegenzug dazu aber eine niedrigere Flächenleistung.

a) der Spindelmäher:
Bei diesem Gartengerät sind die Obermesser an einer sich drehenden Spindel angeordnet. Diese Spindel besitzt eine Achse, die sich immer quer zur Bewegungsrichtung des Mähers bewegt. Ein Spindelmäher funktioniert nach dem Scherenprinzip: Die beweglichen Obermesser schneiden das Gras gegen die feststehenden Untermesser ab. Das Ergebnis ist dann ein sehr sauberer Schnittquerschnitt. Die Untermesser lassen sich individuell einstellen - so schärfen sich die Messer quasi wie von selbst. Ein solches Gartengerät wird immer dann eingesetzt, wenn ein sehr exakter und vor allem gleichmäßiger hoher Rasenschnitt mit hoher Schnittqualität benötigt wird. Ein gutes Beispiel dafür sind alle Rasensportplätze wie zum Beispiel der Golfplatz. Die minimalste Einstellung eines solchen Rasenmähers liegt bei 7 Millimeter. Mit einem Spindelmäher bleibt das Gras immer saftig grün.

Weiteres zum Aufbau eines Spindelmähers:
Hinter dem Untermesser sind als Abstandshalter stabile Stützrollen angebracht. Durch diese Rollen ist beim wechselseitigen Mähen das bekannte Streifenmuster eines frisch gemähten Rasens möglich. Grund dafür ist die entstehende Neigung der übrigbleibenden Grashalme.

Die richtige Anwendung eines Spindelmähers:
Zu hohes Gras kann dieser Rasenmäher nur schlecht mähen, da die rotierende Spindel das Gras ja von oben quasi einfängt. Somit kann man mit diesem Mäher das Gras nur dann gut mähen, wenn dieses auch niedriger als der jeweilige Spindelradius ist. Bei einem solchen Mäher muss man das Gras also in kurzeren Intervallen und vor allem regelmäßiger mähen als mit anderen Modellen, wie zum Beispiel einem Sichelmäher. Wird das Gras zu oft gemächt, kann es durch die Schnittfläche zu einem Wasserverlust der Grünfläche kommen. Spindelmäher kommen daher also vermehrt in Gebieten zum Einsatz, in denen es öfters Niederschläge gibt. Genau aus diesem Grund verkaufen sich diese Modelle vor allem in Australien und England so gut, da es hier auch oft genug regnet. In Gebieten in denen es weniger oft regnet, kann der Einsatz von künstlichen Bewässerungsanlagen nach dem Rasenmähen erforderlich sein.

b) der Sichelmäher:
Bei diesen Modellen bewegen sich die Messer in horizontaler Anordnung. Diese Rotation findet auf senkrechten Wellen statt. Sichelmäher haben im freien Schnit eine sehr hohe Drehzal und schlagen daher das Gras direkt ab. Sie besitzen also keine Gegenschneide, daher wird der sogenannte Schnittquerschnitt oftmals als sehr faserig und nicht besonders regelmäßig bezeichnet. Fast alle handegeführten Rasenmäher sich in die Kategorie Sichelmäher einzuordnen. Es gibt Modelle mit zwei angeschliffenen Messerbalken, also einem sogenannten Messerkreuz. Diese Messerbalken verfügen über einen aerodynamischen Anstellwinkel. Diese Balken funktionieren also ähnlich wie ein Propeller bei einem Hubschrauber.